Schmerzdiagnostik Teil 2/2
Schmerzdiagnostik Teil 2/2
Schmerzen in der Endodontie sind selten „einfach nur Zahnschmerzen“. In dieser Fortbildung zeigt Dr. David Sonntag (Praxis & Universität Düsseldorf) praxisnah, wie Sie bei unklaren Beschwerden strukturiert zur sicheren Diagnose kommen – und damit zu einer fundierten Therapieentscheidung.
Im Fokus steht die endodontische Schmerzdiagnostik auf dem aktuellen Stand: von der Schmerzanamnese über die klinische Untersuchung und pulpale Tests bis zur radiologischen Diagnostik (2D vs. 3D/DVT). Anhand realer Fallbeispiele lernen Sie, Diskrepanzen zu erkennen (z. B. Sensibilitätstest positiv trotz auffälliger Röntgenbefunde), Fehldiagnosen zu vermeiden und „Red Flags“ zu beachten – etwa bei Frakturen, atypischen Läsionen oder nicht-endodontischen Ursachen.
Ein zentrales Leitmotiv zieht sich durch die gesamte Fortbildung: „Keine Therapie ohne Diagnose.“ Sie erhalten konkrete, direkt umsetzbare Handlungsroutinen für den Praxisalltag – inklusive Tipps zur Testdurchführung, zur Interpretation von Befunden und zur sinnvollen Indikationsstellung für weiterführende Diagnostik oder Überweisung.
Hinweis: Dies ist Teil 1 (Schwerpunkt Diagnostik). Ein zweiter Teil zur Schmerztherapie folgt separat.
CME: Im Anschluss absolvieren Sie einen Multiple-Choice-Test (5 Fragen). Bei Bestehen erhalten Sie 2 CME-Punkte sowie ein Zertifikat.
Kurs-Facts
- Format: Video-Fortbildung (On-Demand)
- Dauer: ca. 45 Minuten
- Abschluss: Multiple-Choice-Test (5 Fragen)
- Fortbildungspunkte: 2 CME-Punkte (bei Bestehen)
- Zertifikat: inklusive
Das sind die Inhalte in dieser Fortbildung
- Systematischer Ablauf der Schmerzdiagnostik in der Endodontie
- Schmerzanamnese: welche Fragen wirklich weiterhelfen
- Klinische Diagnostik: Inspektion, Palpation, Perkussion, Sondierung, Mobilität, Fistelgang
- Pulpadiagnostik: Kältetest, elektrische Tests, Grenzen & Fehlerquellen (Sensitivität/Spezifität), sinnvolle Gegenproben
- Radiologische Diagnostik: exzentrische Zahnfilme, typische Muster (z. B. J-förmige Aufhellung) und DVT-Indikation
- Umgang mit Dissonanzen zwischen Befund, Test und Bildgebung – was passt nicht zusammen?
- Kritischer Blick auf „Diagnosis ex juvantibus“ (z. B. Antibiotika als Diagnostik-Ersatz)
Referent
Dr. David Sonntag – tätig in eigener Praxis sowie an der Universität Düsseldorf
Für wen ist der Kurs geeignet?
- Zahnärztinnen und Zahnärzte (Allgemeinzahnheilkunde & Endodontie)
- Endodontisch interessierte Behandler, die Diagnostik-Routinen festigen möchten
- Teams, die strukturierte Abläufe und mehr Sicherheit bei komplexen Schmerzbildern wünschen
Ihre Vorteile
- Klarer, reproduzierbarer Diagnostik-Workflow für den Praxisalltag
- Weniger „Therapie auf Verdacht“ – bessere Entscheidungen über Behandlung, Abwarten oder Überweisung
- Praxisnahe Fallbeispiele statt Theorie ohne Anwendung
Vita und Qualifikationen
- 1998: Examen
- 1999: Assistent in Zahnerhaltungskunde (Philipps-Universität Marburg)
- 2001: Promotion
- 2002: Oberarzt in Zahnerhaltungskunde (Marburg)
- 2003: Certified member der European Society of Endodontology
- 2005: Spezialist für Endodontologie (DGZ/DGET)
- 2008: Habilitation (Philipps-Universität Marburg)
- seit 2010: Leiter Masterstudiengang Endodontologie an der Heinrich-Heine Universität, Tätigkeit als Endodontologe in Privatpraxis
- 2012: Umhabilitation zur HHU Düsseldorf
- 2018: Ernennung zum Professor (apl.) an der HHU
- 2019: Wechsel an das Carolinum, Universität Frankfurt
Mitgliedschaft in wissenschaftlichen Gesellschaften:
- Certified member of the European Society of Endodontology (ESE)
- Deutsche Gesellschaft für Endodontie und Traumatologie e.V. (DGET)
- Deutsche Gesellschaft für Zahnerhaltung (DGZ)
- Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund-, und Kieferheilkunde (DGZMK)