Desinfektion des Wurzelkanalsystems Teil 2 – Spüllösungen, Aktivierung & klinische Anwendung
Desinfektion des Wurzelkanalsystems Teil 2 – Spüllösungen, Aktivierung & klinische Anwendung
In „Desinfektion des Wurzelkanalsystems – Teil 2“ steht die praktische Umsetzung einer wirkungsvollen endodontischen Desinfektion im Mittelpunkt. Aufbauend auf den mikrobiologischen Grundlagen aus Teil 1 erfahren Sie, wie Spüllösungen gezielt eingesetzt, aktiviert und sicher in den Behandlungsablauf integriert werden.
Ein besonderer Fokus liegt auf Natriumhypochlorit (NaOCl) als zentraler Spüllösung in der Endodontie. Die Fortbildung erläutert dessen antibakterielle und gewebsauflösende Wirkung und zeigt, welche Bedeutung Konzentration, Temperatur, Kontaktzeit und kontinuierlicher Flüssigkeitsaustausch für die Effektivität der Desinfektion haben. Gleichzeitig werden mögliche Risiken wie Überpressung, Gewebereaktionen oder Korrosion von Instrumenten thematisiert und Strategien für eine sichere klinische Anwendung vorgestellt.
Darüber hinaus werden weitere Spüllösungen und deren Einsatzmöglichkeiten besprochen, darunter EDTA, Zitronensäure, Chlorhexidin, Alkohol und Octenidin. Sie erfahren, wie sich die verschiedenen Substanzen sinnvoll kombinieren lassen, welche Reihenfolge sich im Spülprotokoll anbietet und warum die Entfernung der Schmierschicht entscheidend für die Desinfektion schwer zugänglicher Bereiche des Wurzelkanalsystems ist.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Aktivierung der Spülflüssigkeit. Anhand klinischer Beispiele und wissenschaftlicher Untersuchungen werden konventionelle Handspülung, passive Ultraschallaktivierung, Schallaktivierung sowie Systeme wie EDDY miteinander verglichen. Auch die Bedeutung von Kanülendesign, Eindringtiefe, Aufbereitungsgröße und dem sogenannten Vapor-Lock-Effekt wird praxisnah erläutert.
Abschließend gibt die Fortbildung einen Einblick in weiterführende Verfahren wie laseraktivierte Spülung, PIPS und zukünftige Microbotics-Ansätze. Klinische Fallbeispiele verdeutlichen dabei, welchen entscheidenden Einfluss eine konsequente Desinfektion auf den langfristigen Erfolg endodontischer Behandlungen haben kann.
Die Fortbildung richtet sich an Zahnärztinnen und Zahnärzte, die ihre Spülprotokolle optimieren, die Desinfektion komplexer Wurzelkanalsysteme verbessern und mehr Sicherheit bei der praktischen Umsetzung gewinnen möchten.
Schwerpunkte der Fortbildung: Natriumhypochlorit, EDTA und Zitronensäure, Chlorhexidin, Spülprotokolle, Spülkanülen, Vapor Lock, Ultraschallaktivierung, EDDY, Biofilmentfernung, Laseraktivierung und klinische Desinfektionsstrategien.
Tätigkeitsschwerpunkt: Endodontologie
Spezialist der DGET für Endodontologie
- 1991-1996 Studium der Zahnheilkunde an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg/i. Brsg.
- 1996 Staatsexamen
- 1997-2000 wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung für Zahnerhaltung und Parodontologie der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg i. Brsg. Später Leiter des Bereiches Endodontologie in der Abteilung Zahnerhaltung und Parodontologie.
- 1998 Promotion
- 2000 bis 2009 Lehrbeauftragter der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg i. Brsg. für den Bereich Endodontologie
- seit 2002 niedergelassen in der Gemeinschaftspraxis Dr. Oliver Hartmann / Dr. Christoph Zirkel
- seit 2005 Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Endodontologie
- seit 2019 Lehrbeauftragter der Universität Köln
- Autor verschiedener Artikel zum Thema Endodontie, Bleaching
- Leiter verschiedener Fortbildungen im In-und Ausland zum Thema moderne Endodontie und Bleaching
- Autor des Buches "Leitfaden der Endodontie" Elsevier Verlag
- Spezialist für Endodontologie (DGET)