Zahntrauma (Teil 2): Dislokationsverletzungen sicher behandeln
Zahntrauma (Teil 2): Dislokationsverletzungen sicher behandeln
Zahntrauma Modul 2: Dislokationsverletzungen sicher diagnostizieren und behandeln
Dislokationsverletzungen gehören zu den klinisch anspruchsvollsten Situationen in der dentalen Traumatologie. In dieser Online-Fortbildung vertiefen Sie Ihr Wissen zur Diagnostik, Risikobewertung und Therapie von Konkussion, Lockerung, lateraler Dislokation, Extrusion, Intrusion und Avulsion – mit besonderem Fokus auf die Auswirkungen auf Pulpa, Parodont und Wurzeloberfläche.
Anhand klinischer Fälle und praxisnaher Entscheidungswege lernen Sie, wann ein Vitalerhalt realistisch ist, wann eine endodontische Intervention notwendig wird und wie infektionsbedingte Resorptionen frühzeitig verhindert werden können. Besonders schwere Dislokationsverletzungen wie Intrusion und Avulsion werden detailliert besprochen – inklusive Reposition, flexibler Schienung, antiresorptiver Therapie, Wurzelkanalbehandlung und strukturierter Nachsorge.
Inhalte der Fortbildung:
Nomenklatur und klinische Einordnung von Dislokationsverletzungen
Auswirkungen auf Pulpa, Parodont und Wurzeloberfläche
Entscheidungskriterien: Abwarten oder trepanieren?
Risiken von Pulpanekrose, Ankylose und infektionsbedingter Resorption
Reposition und flexible Schienung mit praxisrelevanten Schienungszeiten
Therapie von Intrusion und Avulsion bei offenem und abgeschlossenem Wurzelwachstum
Bedeutung der Zahnrettungsbox und der richtigen Rettungskette
Nachsorgeintervalle und risikobasierte Verlaufskontrollen
Diese Fortbildung richtet sich an Zahnärztinnen, Zahnärzte und Endodontologen, die traumatisierte Zähne sicher beurteilen, Prognosen besser einschätzen und Therapieentscheidungen fundiert treffen möchten. Sie erhalten konkrete Handlungsempfehlungen für den Praxisalltag – fachlich präzise, klinisch relevant und direkt online durchführbar.
Klinikdirektor im Universitätsklinikum Würzburg
Vita
- 1993 - 1998 Studium der Zahnheilkunde in Tübingen
- 1998 - 2005 Wissenschaftlicher Assistent, ab 2002 Oberarzt, Poliklinik für Zahnerhaltung, Universitätsklinikum Tübingen
- 2005 - 2014 Oberarzt an der Klinik für Parodontologie, Endodontologie und Kariologie, Basel (CH), Leiter der Fachgruppe Kariologie
- 2006 - 2014 Gründung und Leitung des Zahnunfall-Zentrums Basel zusammen mit Prof. Dr. A. Filippi
- 2021 Auslandsjahr, Honorary Clinical Lecturer, Department of Oral Surgery / Biomaterials Unit, School of Dentistry, University of Birmingham, UK
- seit 2014 Universitätsprofessor (W3) und Direktor der Poliklinik für Zahnerhaltung und Parodontologie am Universitätsklinikum Würzburg
- seit 2015 Gründung und Leitung des Zahnunfall-Zentrums Würzburg
- seit 2016 Geschäftsführender Direktor des Zentrums für Zahn-, Mund- und Kiefergesundheit
- seit 2017 Mitglied im Präsidium und seit 2019 Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Endodontologie und zahnärztliche Traumatologie e.V. (DGET)
Mitgliedschaften
- International Association of Dental Traumatology (IADT) und IADT Fellowship Committee
- International Academy for Adhesive Dentistry
- Continental European Division (CED) der IADR
- Deutsche Gesellschaft für Zahnerhaltung (DGZ)
- Deutsche Gesellschaft für Endodontologie und zahnärztliche Traumatologie (DGET) (Vorstandsmitglied)
- Schweizerische Vereinigung für Präventive und Restaurative und Ästhetische Zahnmedizin (SSPRE)
- Schweizerische Gesellschaft für Endodontie (SSE)
Spezialgebiete
- Ästhetische, minimal-invasive Restaurationen
- Dentale Traumatologie
- Endodontologie
- Postendodontische Restaurationen