Zahntrauma Teil 1: Zahnfrakturen sicher versorgen und vital erhalten
Zahntrauma Teil 1: Zahnfrakturen sicher versorgen und vital erhalten
Zahnfrakturen zählen zu den häufigsten Verletzungen im bleibenden Gebiss und stellen Zahnärztinnen, Zahnärzte und Endodontologen häufig vor komplexe Entscheidungen: Vitalerhalt oder endodontische Intervention? Fragmentbefestigung oder Kompositrestauration? Zahnerhalt oder Extraktion?
In dieser Online-Fortbildung steigen Sie strukturiert in die dentale Traumatologie ein und erhalten einen praxisnahen Überblick über die Diagnostik und Therapie von Kronenfrakturen, Kronen-Wurzelfrakturen und Wurzelfrakturen. Im Fokus stehen der Schutz der Pulpa, die Vermeidung einer Infektion des endodontischen Systems sowie minimalinvasive restaurative und endodontische Therapiekonzepte.
Anhand klinischer Fälle lernen Sie, Frakturverläufe sicher einzuordnen, Behandlungsoptionen abzuwägen und traumatisierte Zähne prognoseorientiert zu versorgen – von der Primärversorgung mit Wundverband über die partielle Pulpotomie bis hin zur chirurgischen Extrusion und Behandlung von Wurzelfrakturen.
Inhalte der Fortbildung:
Grundlagen und Einordnung häufiger Zahnfrakturen
Primärversorgung und Infektionsprophylaxe nach Trauma
Vitalerhalt der Pulpa bei unkomplizierten und komplizierten Kronenfrakturen
Direkte Überkappung und partielle Pulpotomie
Fragmentbefestigung, Hybridrestauration und Kompositaufbau
Endodontisches Management bei offenem Apex
Apexifikation, MTA-Apical-Plug und Revitalisierung
Therapieoptionen bei Kronen-Wurzelfrakturen
Kieferorthopädische und chirurgische Extrusion
Prognose und Behandlung von Wurzelfrakturen
Schienung, Kontrolle und langfristiger Zahnerhalt
Diese Fortbildung richtet sich an Zahnärztinnen, Zahnärzte und Endodontologen, die Zahnfrakturen sicher diagnostizieren und therapeutisch fundiert versorgen möchten. Sie erhalten konkrete Handlungsempfehlungen für den Praxisalltag – fachlich präzise, minimalinvasiv und mit klarem Fokus auf den langfristigen Zahnerhalt.
Ideal für alle, die Zahntraumata strukturiert behandeln, die Pulpa wann immer möglich vital erhalten und auch komplexe Fraktursituationen sicher einschätzen möchten.
Klinikdirektor im Universitätsklinikum Würzburg
Vita
- 1993 - 1998 Studium der Zahnheilkunde in Tübingen
- 1998 - 2005 Wissenschaftlicher Assistent, ab 2002 Oberarzt, Poliklinik für Zahnerhaltung, Universitätsklinikum Tübingen
- 2005 - 2014 Oberarzt an der Klinik für Parodontologie, Endodontologie und Kariologie, Basel (CH), Leiter der Fachgruppe Kariologie
- 2006 - 2014 Gründung und Leitung des Zahnunfall-Zentrums Basel zusammen mit Prof. Dr. A. Filippi
- 2021 Auslandsjahr, Honorary Clinical Lecturer, Department of Oral Surgery / Biomaterials Unit, School of Dentistry, University of Birmingham, UK
- seit 2014 Universitätsprofessor (W3) und Direktor der Poliklinik für Zahnerhaltung und Parodontologie am Universitätsklinikum Würzburg
- seit 2015 Gründung und Leitung des Zahnunfall-Zentrums Würzburg
- seit 2016 Geschäftsführender Direktor des Zentrums für Zahn-, Mund- und Kiefergesundheit
- seit 2017 Mitglied im Präsidium und seit 2019 Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Endodontologie und zahnärztliche Traumatologie e.V. (DGET)
Mitgliedschaften
- International Association of Dental Traumatology (IADT) und IADT Fellowship Committee
- International Academy for Adhesive Dentistry
- Continental European Division (CED) der IADR
- Deutsche Gesellschaft für Zahnerhaltung (DGZ)
- Deutsche Gesellschaft für Endodontologie und zahnärztliche Traumatologie (DGET) (Vorstandsmitglied)
- Schweizerische Vereinigung für Präventive und Restaurative und Ästhetische Zahnmedizin (SSPRE)
- Schweizerische
Gesellschaft für Endodontie (SSE)
Spezialgebiete
- Ästhetische, minimal-invasive Restaurationen
- Dentale Traumatologie
- Endodontologie
- Postendodontische Restaurationen